Wissen |
Spül-Bohrverfahren |
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Heute kommt überweise die Spülbohrtechnik zum Einsatz. Sie hat in den vergangenen Jahrzehnten die Trockenbohrverfahren verdrängt; vor allem bei tieferen Bohrungen. Das Spühlbohren erlaubt ein kontinuierliches Arbeiten. Während das Bohrwerkzeug an der Sohle Material abträgt, fördert es die Spülung permanent zu Tage. Die Spülung dient aber nicht nur zur Transport des Bohrkleins, sondern auch zur Unterstützung des Bohrvorganges selbst und der Sicherung des Bohrloches. Als Spülung kommen entweder klares Wasser, dem eventuell Spülzusätze beigemischt sind oder Luft zum Einsatz. Die Zusätze haben ua. die Aufgabe dem Bohrgut die richtige Konsistenz für eine gute Förderung zu geben und das Bohrloch abzudichten bzw. zu stabilisieren. Die Spülverfahren gliedern sich in zwei Gruppen:
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Flachkopfmeißel |
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Direkte Spülverfahren |
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Bei den direkten Spülverfahren wird das Bohrgut kontinuierlich im freien Raum zwischen Bohrgestänge und Bohrlochwandung ins Freie gefördert. Das Drehbohrverfahren ist das Standardverfahren beim Bohren nach Wasser. Der Bohrkopf wird über das Bohrgestänge in Drehung versetzt (Rotationsbohrung). Das entstehende Bohrgut (Cuttings) werden dann mittels Wasser aus dem Bohrloch gespült. Das Spülwasser wird dazu mit Pumpen durch das Bohrgestänge gedrückt. Bohrlochdurchmesser bis ca. 300 mm lassen sich damit realisieren. Das Drehschlagbohrverfahren ergänzt die drehende Bewegung des Meißels noch um eine schlagende. Als Medium zur Materialförderung hat sich hier Luft durchgesetzt. Denn diese übernimmt zusätzlich den Antrieb des Imloch-Hammers (auch DHT-Hammer). Die Luft wird über das Bohrgestänge zugeführt und treibt über eine Schlagkolbenmechanik den Hammer an, der direkt mit einem Stiftbohrmeißel verbunden ist. Die Luft strömt schließlich aus dem Meißel, kühlt den Bohrer und reinigt die Bohrsohle. Bohrtiefen bis 150 Meter sind damit machbar. Beim Einspülen werden kleine
Rohrdurchmesser meist direkt in den Boden eingebracht. Der Spülvorgang
wird je nach Art noch zusätzlich durch oszillierende und/oder stoßende
Bewegungen des Bohrstranges unterstützt. |
Drehbohrverfahren |
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Indirekte Spülverfahren |
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Bei diesen Verfahren fördert man das Bohrgut im Inneren des Bohrgestänges. Deshalb sind diese Verfahren für fast beliebig große Bohrdurchmesser geeignet. Denn aufgrund des kleinen Querschnitts des Bohrgestänges kann einfach eine genügend hohe Strömungsgeschwindigkeit der aufsteigenden Spülung erreicht werden. Diese ist unabdingbar dafür, dass das Bohrgut mit nach oben gerissen wird. Das Saugbohrverfahren arbeitet mit einer Kreiselpumpe (Saugpumpe), die das Bohrgut zusammen mit dem Spülwasser aus dem Bohrloch fördert. Beim Saugstrahlbohrverfahren wird das Wasserstrahlpumpen-Prinzip anstelle der Saugpumpe genutzt. Eine im "überirdischen" Teil des Bohrstranges (meist im oder nach dem Spülkopfkrümmer) eingebaute Strahldüse (Venturi-Düse) wird mit Wasser aus dem Spülteich betrieben. Durch die entstehende hohe Strömungsgeschwindigkeit wird erst Luft und später auch das aufsteigende Spülwasser mit dem Bohrgut mitgerissen. Förderbrunnen mit größeren Durchmessern
werden im Lufthebeverfahren niedergebracht.
Das Bohrgestänge stellt man sich als zwei konzentrisch angeordnete
Rohren vor. Durch das innere Rohr wird mit einem Kompressor Luft
gepresst, die am unteren Ende über Düsen herausschießt und im äußeren Rohr wieder
aufsteigt. Dabei wird das Spülwasser und die Cuttings mit nach oben
gerissen. Ebenso gibt es auch Bohrgestänge mit aufgeschweißten
Luftzuführungsrohren. Hier wird das Bohrklein durch das Rohrinnere
befördert. |
Lufthebeverfahren |







Flachkopfmeißel
Rollenmeißel
